Großer Spaß mit Kleinstrobotern an der THB
Einen eigenen Roboter bauen. Dieses Ziel hat sich die AG Raspberry Pi gesetzt. Am 19. Juni 2017 fuhren zwei Schülerinnen und fünf Schüler mit Herrn Schaefer zur Technischen Hochschule Brandenburg, um im Rahmen des Projekts „iTechLAB“ einen fahrbaren Kleinstroboter zu programmieren und zu bauen. Drei Wochen später, am 10. Juli 2017, war es dann soweit. Die Kleinstroboter wurden zum Fahren gebracht. Und man konnte staunen, wie einfach Programmieren (lernen) sein kann, wenn man mit Spaß bei der Sache ist.

Am 19. Juni 2017 war die AG das erste Mal an der Hochschule im Fachbereich Informatik und Medien zu Gast. Kai-Uwe Mrkor, Mitarbeiter des Fachbereichs, führte die SchülerInnen zunächst durch das Fachgebäude. Erste Station war ein kleines Computermuseum, das sonst nur zu besonderen Anlässen zugänglich ist, gefolgt von verschiedenen Laboren wie dem der Medizininformatik. Den jungen BesucherInnen mögliche Schwerpunkte eines Informatikstudiums an der Technischen Hochschule zu vermitteln, das gelang durch diesen Rundgang sehr eindrücklich.

Die THB ist im Bereich Mikrocontrollertechnik mit einem eigenem Labor ausgestattet. Mikrocontroller sind eine Art kompakte Minicomputer, die verschiedene Bausteine wie Recheneinheit (CPU), Speicher, unterschiedliche Prozessoren usw. auf einem einzigen Chip vereinen. Sie gibt es zum Beispiel auf Chipkarten. Die DomschülerInnen lernten sie am 19. Juni in Form des Arduino kennen, einer visitenkartengroßen Platine, auf der neben dem Mikrocontroller noch viele weitere kleine Bauteile und verschiedene Anschlüsse untergebracht sind. Ausgestattet mit dieser Hardware lernten die SchülerInnen, kleine vom Arduino ausführbare Programme zu schreiben. Die Entwicklungsumgebung konnten sie sich dabei ohne Probleme aneignen. Sie ist grafisch organisiert und so auch für Einsteiger mit geringen Programmierkenntnissen leicht verständlich. Und deshalb waren erste Programme, die die Arduinos reihenweise zum Blinken brachten, schnell geschrieben. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Entwicklung fahrbarer Miniroboter war schließlich der Bau eines kleinen Wagens. Folgendes wurde benötigt: Baumaterialien u. a. Sperrholz, Luftballons und natürlich der Arduino. So entstand der erste kleine Domgymnasiums-Roboter und das gleich in mehreren Exemplaren.

Die Zusammenarbeit des Evangelischen Domgymnasiums Brandenburg und der Technischen Hochschule Brandenburg findet - wie oben erwähnt - im Rahmen des Projekts „iTechLAB“ statt. „iTechLAB“ ist eine MINT-Bildungsinitiative der kobra.net gGmbH, gefördert durch die Technologiestiftung Brandenburg und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.