Diakonisches Praktikum in Neinstedt
Vom 18. – 22. September waren 16 Schüler der 10. Klassen in Neinstedt im Harz, um dort ihr Diakonisches Praktikum zu absolvieren. Die Evangelische Stiftung Neinstedt bot uns neben einer komfortablen Unterkunft auch abwechslungsreiche und eindrucksvolle Möglichkeiten mit den Menschen mit Behinderung zu arbeiten.

Es ist schon zur Tradition geworden, dass die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums am Dom zu Brandenburg nicht nur ein Berufspraktikum durchführen, sondern auch ein Diakonisches Praktikum absolvieren. Für eine Woche lernen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule Berufe und die damit verbundene Arbeit in Seniorenheimen oder in Werkstätten für behinderte Menschen kennen und beteiligen sich bei der Betreuung. Bereits seit dem Jahr 2009 fährt eine größere Gruppe zum Diakonischen Praktikum in die Evangelische Stiftung Neinstedt bei Quedlinburg.

In den fünf Tagen hatten wir die Möglichkeit, an den verschiedenen Einsatzorten vor Ort mitzuwirken, wie zum Beispiel in der Kindertagesstätte, in der Werkstatt für behinderte Menschen, in der Tagesförderung oder auf dem Marienhof, wo landwirtschaftlich gearbeitet wird. Dabei konnten wir die Bewohner und Beschäftigten kennenlernen, vielleicht bestehende Berührungsängste zurücklassen und einen sehr guten Einblick in die verantwortungsvolle Arbeit mit Menschen mit Behinderungen erhalten.

Aber nicht nur die Arbeit von 8.00 bis 15.00 Uhr an den verschiedenen Einsatzorten stand auf dem Programm, sondern auch die Teilnahme und Mitgestaltung von Andachten und der Besuch beim Bewohnerchor.

Durch viele Nachmittagsveranstaltungen, wie zum Beispiel einen Kinobesuch in Thale, die Besichtigung einer Hängebrücke, den Ausflug zum Hexentanzplatz mit Sommerrodelbahnfahrt sowie das Erklimmen der Teufelsmauer lernten wir auch die schöne Umgebung von Thale kennen. Nicht zuletzt die gemeinsame Selbstversorgung unserer Gruppe für Frühstück und Abendbrot erbrachte schöne gemeinsame Erlebnisse.

Das diakonische Praktikum gab mir persönlich weitere Erfahrungen und Einblicke für den Kontakt mit behinderten Menschen. Da ich keine Angst im Umgang mit diesen Menschen hatte, empfand ich die Arbeit mit ihnen als angenehm. An meinem Einsatzort, in den Werkstätten, wurde ich von allen freundlich und offen aufgenommen. Ich finde es sehr gut, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft durch solche Werkstätten nicht ausgeschlossen werden, sondern eine Aufgabe bekommen. Ich würde in meiner Freizeit gern noch einmal ein Praktikum in Neinstedt absolvieren und hoffe, dass noch viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule in der Zukunft solche positiven Erfahrungen sammeln können, wie ich. Es war eine erfahrungsreiche und erlebnisvolle Woche für die Beteiligten. Vielen Dank noch einmal an alle, die uns so etwas ermöglichen.

von Maurice-André Kubitza, Klasse 10 B