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Das leichte Frühlingssüppchen im Grand Hotel Paris
Nach gut einem Jahr Vorbereitung präsentierte der der Kurs 'Darstellendes Spiel' der 10. Klassen des Domgymnasiums ihre Eigenkreation - Das leichte Frühlingssüppchen. Erst begeisterten die Schauspieler das Publikum der Schultheatertage und daraufhin die Familien und Verwandten auf der Abschlussfeier der 10. Klassen. Hinter uns lagen zwei Jahre kreative Arbeit...

Wir starteten Anfang der 9. Klasse Klasse mit Frau Grünberg und Herrn Öchsle (Wredowsche Zeichenschule), die viel vorhatten. Eigentlich waren fast alle ohne Schauspielerfahrung und so mussten die beiden Lehrer uns die ersten Soft-Skills des Schauspiels beibringen. Mit Spaß und Spiel war diese Hürde schnell gemeistert, da sah der Lehrplan schon die nächste Herausforderung vor. Ein eigenes durch die Schüler geschaffenes Theaterstück musste her. Vorab stellten sich natürlich ganz grundlegende Fragen wie: Wo spielt das Theaterstück? Wie sieht der Leitfaden des Theaterstücks aus? In welcher Zeit spielt das Stück? Welche Kleidung tragen die Charaktere des Stücks? Und und und…

Die Antworten auf diese Fragen fanden sich ganz einfach: Die Schülerinnen und Schüler durften mehrere alternative Szenarien vorstellen und am Ende wurde abgestimmt. So kristallisierten sich schnell erste Grundzüge des Theaterstücks heraus. Das Stück soll in den goldenen 20er Jahren spielen, genauer gesagt in Paris. Die Schüler entschieden sich für ein Theaterstück, das in einem Hotel spielen soll. Der Name "Grand Hotel Paris" wurde schnell gefunden.

Nun fehlte ein Handlungsleitfaden für das Stück, hierfür orientierten wir uns am hoch geschätzten Drama - "Grand Budapest Hotel" und wandelten diesen für unser eigenes Theaterstück ab. Im Mittelpunkt steht die Entführung eines Hotelgastes, die den ohnehin hektischen Hotelieralltag gründlich durcheinander bringt, und es dauert nicht lange, bis sich die ersten Gäste des Grand Hotels in die Entführung einmischen. Das war der Plot. Während der Erstellung des Manuskripts mussten sich die Schüler jedoch auf eine kleine aber nicht unwesentliche Feinheit einstellen. Das gesamte Stück sollte nicht den Alkoholkonsum verherrlichen und kurzerhand wurde aus dem vielen Whiskey ein Frühlingssüppchen, das sich auch im Titel des Theaterstücks wiederfindet. Grund dieses Alkoholverbots sollte eine in Paris herrschende Alkoholprohibition und eine lange alkoholfreie Geschichte des Hotels sein.

Mit der Zeit entstand so eine Drama-Komödie. Hauptakteure waren die Gäste und das Hotelpersonal, für das wir auch typische Kostüme ausgeliehen haben. Das Stück wurde in vielen Unterrichtsstunden und während einer für eine intensive Probe einberufenen Schauspielfahrt vertieft und gefestigt. Zum Ende des Schuljahres war es dann so weit. Wir konnten zuerst unser Stück während der Schultheatertage Anfang Juli und kurz darauf während der Abschlussfeier der 10. Klassen vorstellen. Die Resonanz dieser Auftritte war verblüffend, sowohl das geübte Theater-Publikum als auch die Eltern und Verwandten auf der Abschlussfeier amüsierten sich köstlich und waren überrascht über unsere schauspielerischen Fähigkeiten. Dies ist natürlich dem ambitionierten Unterricht von Frau Grünberg und Herrn Öchsle sowie natürlich auch den Schülerinnen und Schülern des Theaterkurses 2017/18 zu verdanken.

Edward Ageev, 11. Jahrgangstufe