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Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs
Gedenken an den Waffenstillstand vom 11. November 1918, der den Ersten Weltkrieg, das millionenfache Sterben auf den europäischen Schlachtfeldern beendete. In der Wochenschlussandacht am 23. November 2018 lasen Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe eigene Texte vor, verfasst auf Deutsch und Französisch und vorbereitet mit dem "Théatre Au fil des nuages".

Als wir zum Französischunterricht kam, waren wir sehr neugierig, was wir mit Clémant Labail und Christine Gumz zusammen machen würden. Wir wussten, es ging um den Ersten Weltkrieg und dessen Ende vor 100 Jahren. Unsere Aufgabe war es, uns vorzustellen, dass wir ein Soldat im Ersten Weltkrieg wären und wir sollten unsere Gedanken dazu aufschreiben. Das war natürlich schwierig, aber um uns die Situation in den Schützengräben vorstellen zu können, haben wir einen Auszug aus dem Buch "Der Feind" von Erich Maria Remarque gelesen. Dieser hat sehr eindringlich die Schrecken des Krieges in seinen Büchern beschrieben. Clément hat uns eine Liste mit französischen Wörtern gegeben, die ein hilfreiches Gerüst für unsere Texte waren. Wir haben unsere Gedanken aufgeschrieben. Dann ging es schon ans erste Üben. In der nächsten Stunde am Freitag, vor der Präsentation in der Wochenschlussfeier, haben wir uns mit Clément im Dom getroffen, um die letzten Feinheiten unter den akustischen Bedingungen im Dom zu verbessern. Wir standen oben auf der Empore und kurz vor der Präsentation unserer Texte wurden wir dann nervöser, als der Einlass begann. Die ganze Aufmerksamkeit war auf uns gerichtet und es war plötzlich sehr leise. Niemand redete mehr, schon gar nicht als wir anfingen, unsere Texte zu rezitieren. Es blieb sehr still, unsere Gedanken zum Ersten Weltkrieg und zu den Soldaten sind im wahrsten Sinne des Wortes angekommen. 

Paul Neumann, 10B

Ich habe Angst. Ich bin mir unsicher. Soll ich schießen, soll ich mich verstecken? Überall sind Waffen. Der Krieg ist schrecklich.

Je ne veux pas tirer. Devant nous, l'ennemi. Je ne veux pas tuer. Mais je dois. Mais je ne veux pas non plus mourir. L'air est irrespirable dans lequel il y a l'odeur de sang. Je veux être ailleurs.

Ich will nicht schießen. Vor uns ist der Feind. Ich will nicht töten. Aber ich muss. Aber ich will auch nicht sterben. Die Luft ist stickig und überall ist Blutgeruch. Es ist schrecklich. Ich will woanders sein.

J'air peur. Je vois le sang chaque jour. C'est la Première Guerre Mondiale. Cette guerre est une horreur. Je déteste tuer. J'espère que cette guerre va bientôt finir parce que beaucoup de gens sont déjà mort et beaucoup de gens vont encore mourir.

Es ist der Erste Weltkrieg. Dieser Krieg ist sehr grausam. Ich hasse es zu töten. Ich hoffe, dass der Krieg bald zu Ende geht, weil viele Menschen schon gestorben sind, weil viele Menschen noch sterben werden.  

La guerre commence. Je suis sur un champs en France. J'ai une arme. Je ne suis pas sûr si je dois tirer. À côté de moi, mes amis meurent. Il y a beaucoup de de sang. La guerre est une horreur.