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Wissenschaft zu Besuch am Domgymnasium - ein Vortrag zum Klimaschutz
Was können wir zum Klimaschutz beitragen? Über diese existentielle Frage und viele wissenschaftliche Fakten zur Erderwärmung und dem Treibhauseffekt hat Prof. Dr. Vollmer einen interessanten Vortrag im Domgymnasium gehalten. Für die Vorlesung hatten sich am Freitag, dem 13.9.2019 die Schülerinnen und Schüler der zehnten bis zwölften Jahrgangsstufe in der Mensa eingefunden. Prof. Michael Vollmer lehrt Physik an der Technischen Hochschule Brandenburg und kennt sich außerdem sehr gut mit dem Klimawandel und dessen Folgen aus.

Nach einer kurzen Einleitung ging es zuerst um den Treibhauseffekt. Prof. Vollmer unterschied einmal zwischen dem natürlichen Treibhauseffekt und dem anthropogenen, also vom Menschen gemachten Treibhauseffekt. Der natürliche Treibhauseffekt macht ein Leben auf der Erde überhaupt erst möglich, denn ohne ihn läge die Durchschnittstemperatur der Erde gerade einmal bei frostigen minus 18 Grad. Durch den natürlichen Treibhauseffekt steigt die Temperatur auf durchschnittlich milde 15 Grad. Hinzu kommt jetzt aber noch der anthropogene Treibhauseffekt – der vom Menschen zusätzlich verursachte Treibhauseffekt. Durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern (Kohle, Erdöl und Erdgas) werden Spurengase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) oder Lachgas freigesetzt, die den Treibhauseffekt verstärken. Dieser anthropogene Treibhauseffekt hat unangenehme, in manchen Regionen schon lebensbedrohliche Folgen für uns Menschen. Dazu gehört zum Beispiel die Verschiebung der Klimazonen, das Aussterben der Wälder, Wetterextreme oder der Anstieg des Meeresspiegels durch die Eisschmelze an den Polkappen.

Nach dem wissenschaftlichen Teil seines Vortrags ging Professor Vollmer auf die Frage ein, wie eine Politik zum Schutz des Klimas aussehen sollte und was jeder machen kann. Seiner Meinung nach handelt die Politik zu zögerlich. Er betonte außerdem, dass Deutschland möglichst schnell klimaneutral werden müsse, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können und es sollte auch als Vorbild für andere Länder dienen. Deshalb unterstützt er die Demonstrationen der Bewegung Fridays For Future. Um klimaneutraler zu leben, kann jeder zum Beispiel regionale Lebensmittel kaufen, seinen Fleischkonsum verringern oder Klamotten aus zweiter Hand tragen. In seinem Vortrag verglich er außerdem Deutschland mit den anderen großen Industrieländern der Welt. Bei den USA war er der Meinung, dass dort viel zu wenig getan wird. Das liege vor allem an Präsident Donald Trump und der Einstellung und manchmal auch Unkenntnis der amerikanischen Bevölkerung in Umweltfragen. China, das zurzeit noch der größte Kohlenstoffdioxidemittent ist, handele dagegen schon besser, weil es nationale Aufforstungsprogramme vorantreibe und den Elektromotor konsequent fördere. Für Deutschland verglich er, welche Parteien sich am meisten für die Klimaneutralität einsetzen und welche eher weniger.

Im Anschluss hatten wir noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Es wurde zum Beispiel gefragt, ob eine Aufforstung viel bringen würde. Herr Vollmers Antwort war, dass eine Aufforstung gut für den Klimaschutz sei, weil Bäume viel Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre auffangen und speichern. Allerdings würde der positive Effekt verpuffen, wenn gleichzeitig im Regenwald große Flächen gerodet werden. Der Vortrag ist bei den Schülern überwiegend gut angekommen, und es war auch eine Probevorlesung für alle Schüler, die vorhaben, nach dem Abitur zu studieren.

 

Lennard Niqué, 10b