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Lucid Opponent - ein Hauch von Hollywood am Domgymnasium
Viele denken vielleicht, dass es doch total leicht ist, einen Film zu drehen. Man braucht ja "nur" ein Script, eine Kamera und eventuell einen Computer. Wir, der Seminarkurs "Spielfilm" 2018-2020, haben festgestellt, dass es doch nicht so einfach ist. Wir haben über 18 Monate einen Film konzipiert, gedreht, geschnitten und produziert. Am 28. Februar 2020 war die Weltpremiere des Streifens "Lucid Opponent" im Domgymnasium.

Als Erstes, das war noch am Anfang der 11. Jahrgangsstufe, sollten wir in kleinen Gruppen Drehbücher schreiben. Das dauerte eine ganze Weile (mehrere Monate), denn wir mussten zuerst lernen, wie man das überhaupt macht. Als alle Drehbücher fertig waren, haben wir darüber abgestimmt, welches wir in einen Film umsetzen können und wollen. Der Gewinner war "Lucid Opponent", ein Werk von den vier Jungs Karl, Henryk, Joost und Edgar, die eigentlich gar nicht damit gerechnet haben, dass ihr Drehbuch ausgewählt werden würde.
Nun war die Frage: "Wie setzen wir das alles um?"  Wo könnte man drehen und wer übernimmt welche Rolle. Als alles geklärt war, konnten wir endlich mit dem Drehen beginnen. Anfangs verlief alles noch etwas holprig, aber wir kamen recht schnell mit den neuen Herausforderungen klar und wurden effizienter. Wir stellten fest, dass man nicht immer Extra-Licht braucht und dass es manchmal schneller geht, wenn man mit zwei Kameras gleichzeitig filmt. Das erleichtert auch den Schnitt.
Dann kam aber auch schon das nächste Problem: Nach den Sommerferien hatte unserer Hauptdarsteller plötzlich die Schule gewechselt. Wir mussten also wieder von vorne anfangen. Ein Ersatz-Schauspieler war schnell gefunden, aber wo bekamen wir die verlorene Zeit wieder her? Es kam die Idee auf, sich auch am Wochenende zu treffen. Das stieß zwar nicht auf ungeteilte Freude, aber es ging ja nicht anders.
Als dann noch jemand als Schauspieler ausfiel, haben wir das Drehbuch etwas geändert und einige Szenen rausgestrichen oder angepasst, so dass wir nicht alle Szenen erneut drehen mussten. Danach ging es bergauf. Herr Davidek setzte uns dann eine Deadline, denn am m 28.02.2020 sollte der Film präsentiert werden. Zeitweise dachten wir: „Das schaffen wir doch nie!" Der Schnitt am iMac der Schule nahm auch viel Zeit in Anspruch: Bildmaterial sichten, aussuchen, schneiden, Bild und Ton aufeinander abstimmen. Echte mühselige Kleinarbeit! Aber seht her: Wir haben es geschafft!
Am Freitag, den 28. Februar haben wir den Film präsentiert. Es waren mindestens 60 Leute dort und alle waren begeistert. Auch für uns war es eine große Überraschung. Wir hatten es tatsächlich geschafft! Der Film war besser, als wir zwischenzeitlich dachten. Und auch, wenn er überhaupt nicht so ist, wie wir ihn uns vorgestellt haben, sind wir dennoch alle stolz auf unser Werk.
Die Zuschauer waren zufrieden und fanden den Film klasse. Es gab auch ein bisschen Kritik am Schnitt oder am Text, wie z. B. "Ton zum Teil zu laut" oder „Die Beziehungsebenen sind nicht immer ausreichend geklärt, z.B. Wechsel zwischen Du und Sie". Aber das passiert , wenn man Szene 37 und Szene 2 im Abstand von zwei Monaten dreht. Zudem hat jeder Raum seine eigene Akkustik, weshalb man nicht alles perfekt anpassen kann. Und es sollte ja auch kein oscarreifer Film werden, es ist schließlich ein Schulprojekt, und einige von uns haben vorher noch nie irgendetwas in Richtung Film gemacht.
Aber es gab natürlich auch viel positives Feedback, wie z.B. „spannend und "gut umgesetzt", "ein unterhaltsames Gesamtergebnis", "total frisch und lustig" und "echt witzige und abgefahrene Story mit vielen guten Ideen sowie klasse Location)".
Alles in allem kann man sagen, dass wir viel Spaß hatten und einiges gelernt haben. Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und bedanken uns bei allen, die direkt oder indirekt mitgeholfen haben. Und natürlich auch ein großes Dankeschön denen, die am Freitag anwesend waren und hoffentlich eine gute Zeit hatten, weil „es so wunderbar schräg war“.

Leo Schäfer, 12. Jahrgangsstufe