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Wort zum Wochenbeginn
In diesen Corona-Zeiten, selbst mit dem langsam wieder startenden Unterricht haben wir keine Wochenschlussfeier im Dom mehr. Darum ein Wort zum Wochenbeginn vom Schulleiter.

Sonntag, 03.05.20

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

langsam, Jahrgang für Jahrgang, kehren wir wieder in die Schule zurück. In der letzten Woche waren es die 10er, ab morgen kommen die 9er und die 11er. Vieles ist anders als zuvor: Wir müssen ständig Abstand halten, die Treppenhäuser sind zu Einbahnstraßen geworden, wir sitzen nur in halber Klassenstärke im Raum. Immer wieder waschen wir uns die Hände oder desinfizieren sie.

Aber eines ist doch wunderbar. Wir können wieder hinaus, wir können einander wieder ins Angesicht sehen, nicht nur über den Bildschirm beim Online-Unterricht. Viele haben die Schule wieder herbeigesehnt. Wir spüren, wie wichtig uns Menschen die Gemeinschaft miteinander ist. Und die Erfahrung, dass das jetzt alles wieder geht, ist so etwas wie eine Ostererfahrung, die wir in diesen Wochen machen. Ein mir sehr liebes Osterlied kommt mir dabei in den Sinn:

"Der schöne Ostertag! Ihr Menschen, kommt ins Helle! Christ, der begraben lag, brach heut aus seiner Zelle." (EG 117,1)

So etwas erleben wir in diesen Tagen und Wochen. Ausbruch aus der verordneten und auch akzeptierten Enge, jetzt aber unbändige Freude über die wiedergewonnene Möglichkeit sich zu begegnen, und sei es auch nur auf Abstand! Und dazu der herrliche Frühling mit seinem Blumen- und Blütenmeer, wie der leuchtende Inkarnatklee (auf dem Foto), der jetzt auch auf unserem neuen Weinberggelände am Segelflugplatz zu bewundern ist. Das Leben setzt sich durch. Dem Tod ist die Macht genommen. Das ist Ostern!

Freuen wir uns miteinander daran!

Euer Dr. Winfried Overbeck

 

Samstag, 04.04.20

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

eine weitere Woche ist vergangen. Wir haben uns in unserer neuen Welt des digitalen Unterrichts Stück um Stück eingefunden. Und jetzt sind erst einmal Osterferien. Die Welt um uns herum ist ganz von der Corona-Pandemie geprägt. Tag um Tag neue Nachrichten von steigenden Infizierten-Zahlen und an der Krankheit Verstorbenen. Rund um den Globus sind die Menschen in tiefer Sorge. Uns wird immer mehr bewusst, dass unsere Welt eine Krise ungeahnten Ausmaßes durchmacht. Mir kommt wieder das Passionslied in den Sinn, dessen zweite Strophe ich uns letzte Woche mit auf den Weg gegeben hatte. Diese Woche möchte ich unseren Blick auf die fünfte Strophe richten.

"Denn die Erde jagt uns auf den Abgrund zu. Doch der Himmel fragt uns: Warum zweifelst du? Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn, ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn." (EG 97)

Ja, es möchte einem angst und bange werden. Alles kommt ins Rutschen, nichts scheint mehr sicher. Die Welt, an die wir uns gewöhnt hatten, ist nicht mehr, wird vielleicht nie mehr so sein. Das Bild vom Abgrund stellt sich durchaus ein. Doch der Liedtext stellt dem ein kräftiges "Warum zweifelst du?" entgegen und erinnert uns an Gottes Ja zum Leben, sein Ja zu seiner Schöpfung und uns als seinen geliebten Geschöpfen. Ja, wir werden wohl in vieler Hinsicht nicht mehr so weitermachen können wie bisher, aber wir dürfen auf Gottes Ja zum Leben vertrauen. Gott will nicht die Zerstörung, er will, dass sich die Kräfte des Lebens durchsetzen. Dazu weckt er immer wieder Menschen auf, bringt sie in Bewegung, schenkt ihnen Tatkraft und Zuversicht und immer wieder neuen Mut, auch wenn alles so aussichtslos scheint.

Solche Zuversicht wünsche ich uns am Ende dieser Woche. Gott behüte und bewahre uns!

Bleibt schön gesund!

Euer Dr. Winfried Overbeck

 

Samstag, 28.03.20

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei der letzten Montagsandacht mit den Oberstufenschülerinnen und -schülern in der Petrikapelle am 09. März haben wir die Liedstrophe eines modernen Passionsliedes von Jürgen Henkys gesungen. Diese Strophe hat uns sehr bewegt und ich möchte sie uns heute noch einmal mit auf den Weg geben:

"Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt. Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn." (EG 97)

Wir wissen nicht, was wird, wohin wir gehen, was uns erwartet. Selten zuvor ist uns so bewusst geworden, dass das alles, was wir für selbstverständlich nahmen, prinzipiell immer gefährdet ist. Nichts ist sicher, nichts ist garantiert. Unser Leben ist Tag für Tag neu eigentlich immer nur Geschenk. Damit wird es uns der Wert des Lebens gleichzeitig umso bewusster. Wir können gut aufeinander und auf uns selbst aufpassen, und darin üben wir uns ja gerade auch auf beeindruckende Weise. Und doch wissen wir nicht, wohin unsere Fahrt am Ende geht. Wir können uns aber Gottes Geleit anvertrauen, er will an unserer Seite sein, durch alle Höhen und Tiefen. In der Passionszeit wird uns gerade der leidende Christus vor Augen gestellt. Er hat sich selbst diesem allen nicht entzogen, und ist durch Leid und Tod zum Leben durchgedrungen. Diesen Trost und diese Zuversicht wünsche ich unserer Schulgemeinschaft in diesen Zeiten.

Gott behüte und bewahre uns!

Bleibt schön gesund!

Euer Dr. Winfried Overbeck