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Neu am Domgymnasium: ein Klassensatz IPads für den Unterricht
Seit Ende Februar sind sie im Einsatz: 32 IPads. Die Anschaffung der Tablets sind die Vorhut einer breiteren, aber auch zielgerichteten Digitalisierung am Evangelischen Domgymnasium. In den ersten Wochen wurden sie vor allem im ITG-Unterricht in den beiden siebten Klassen eingesetzt bis zur Zwangspause, die der Coronakrise geschuldet ist.

Jakob Wunderer aus der 7B gehört zu den ersten Schülern, die die neuen Tablets nutzen konnte:

Ich finde die Tablets an unserer Schule sehr gut, denn dadurch funktioniert der ITG-Unterricht viel besser als im klassischen Computerraum mit den PCs. In ITG lernen wir, wie wir das Word-Programm nutzen können. Wir bearbeiten Texte, fügen Bilder ein, die wir im Internet zu einem bestimmten Thema suchen sollen. Das Gute: Wir lernen auch, wie und wo wir recherchieren können. Unser ITG-Lehrer, Herr Schaefer, hat uns eine Liste mit Aufgaben in einer Cloud vorgegeben und wir müssen unsere bearbeiteten Texte und Aufgaben dort wieder speichern. So kann er die Arbeitsergebnisse dann kontrollieren. Die ipads liegen übrigens in einem speziellen Wagen mit Schubfächern, in dem sie automatisch aufgeladen werden können. Zu Unterrichtsbeginn kommen wir nach vorne und holen uns ein iPad aus den Schubfächern, die herausnehmbar sind. In den ersten Unterrichtsstunden mit den Tablets gab es auch Probleme, vor allem mit dem Einloggen. Immer wieder konnten nicht alle Schüler ihre Tablets entsperren. Es überwiegt aber jedenfalls das Positive, denn der Unterricht mit den Tablets macht wirklich sehr viel Spaß. Ich hoffe, dass sie auch in anderen Unterrichtsfächern eingesetzt werden.

Unsere Homepageredaktion hat noch ein Interview mit Herrn Schaefer u.a. genau über diese Frage geführt.

Redaktion: Welche Einsatzbereiche werden die iPads haben zusätzlich zum ITG- und Informatikunterricht?

Herr Schaefer: Die iPads können in ganz vielen verschiedenen Fächer eingesetzt werden, mir fällt da natürlich die Physik ein. Es gibt auf den ipads ein Programm, mit dem kann man die Sensoren, die sich im Gerät befinden, auslesen. Mit Hilfe des Beschleunigungssensors kann man zum Beispiel herausfinden, wie stark sich das ipad bewegt. In einem Experiment kann man Man das Tablet an eine Feder hängen und dann herausfinden, wie die Schwingung der Feder verläuft. Das habe ich im Physiikunterricht mit den Schülern schon untersucht.

Redaktion: Warum wurden iPads gekauft?

Herr Schaefer: Zum einen ist das so, dass es bestimmte Programme eher auf iPads gibt als auf den normalen Laptops. Außerdem werden iPads lange vom Hersteller unterstützt und mit updates versorgt. Es war uns sehr wichtig, dass wir nach drei Jahren nicht schon wieder veraltete Software haben, sondern möglichst lange auf dem aktuellen Stand bleiben.

Redaktion: Was für Probleme gab es bei der Einrichtung und den ersten Unterrichts-Einsätzen der iPads?

Herr Schaefer: Grundsätzlich hat es eigentlich sehr gut funktioniert, aber tatsächlich gab es Schwierigkeiten, an denen wir noch arbeiten. Teilweise waren es nur kleine Anfangsprobleme. Wir mussten uns an die Stifte gewöhnen oder auch an die Anmeldung mit bestimmten Codes, und wie man das alles bedient.

Redaktion: Was sind aus Ihrer Sicht die Vor- und Nachteile vom digitalen Schulunterricht?

Herr Schaefer: Ein Nachteil ist, dass man auf Probleme stösst - wie ich sie gerade erwähnt habe -, die man sonst eigentlich gar nicht hätte: Dass so ein Gerät plötzlich nicht funktioniert, das hindert einen dann am Arbeiten oder am Lernen. Ein Stift, Papier oder ein Buch, die funktionieren eigentlich immer. Das ist großartig und das kann man bei den Geräten leider nicht immer sagen. Dies bleibt vielleicht der entscheidende Nachteil des digitalen Unterrichts. Und man muss schon ein bisschen Selbstdisziplin haben, denn so ein Gerät bietet allerlei Ablenkungsmöglichkeiten.

Aber, und damit kommen ich zu den Vorteilen, die digitalen Geräte ermöglichen einem natürlich ganz viele Zugänge, die man sonst nicht hätte. Also bewegte Bilder, erklärende Animationen, oder wie ich es gerade gesagt habe, das Auslesen von Sensoren, die genauere physikalische Experimente ermöglichen als Experimente mit einer Stoppuhr. Das sind Möglichkeiten, die man sonst nicht hat. Man kann zum Beispiel auch von zu Hause aus arbeiten. Wenn ihr euch im ITG-Unterricht auf den nächsten Test vorbereitet, könnt ihr dies über die Cloud von zu Hause aus machen, auch zusammen und dann eure Ergebnisse miteinander vergleichen.

Gerade im Mathematikunterricht könnt ihr euch mit Hilfe solcher Geräte viele Dinge  besser vorstellen. Man kann Funktionen besser darstellen, die man vorher nur grob an der Tafel hatte. Jetzt kann man diese animieren, sie verändern und man sieht, welche Auswirkungen bestimmt Funktionsgrößen haben. Das ist ein großer Vorteil. Und wir leben natürlich in einer Welt, in der im Alltag mit den digitalen Medien gearbeitet wird. Da gehört es in der Schule einfach mit dazu, dass Ihr euch darauf vorbereiten könnt.