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Kleider machen Leute
Unter dem Motto "Leute machen Kleider" haben wir uns, der PB-Leistungskurs des Jahrgangs 11, in den letzten Wochen mit dem Thema „Slow Fashion – Kleidertausch statt Kleiderrausch?“ beschäftigt. Zu diesem Projekt erstellen wir ein Video, welches dann an die Bundeszentrale für politische Bildung gesendet wird. Der erste Hauptpreis ist eine Klassenfahrt, der zweite Hauptpreis eine Geldprämie im Wert von 1500 Euro. Motivation genug um mitzumachen.

Bevor wir mit der Arbeit begonnen haben, haben wir uns ein Projektthema ausgesucht. Zur Auswahl standen insgesamt sechs Themen, darunter zum Beispiel "Wohnen – ein Luxusgut?", "Umkämpftes Menschenrecht: sauberes Wasser für alle" oder auch das Thema, für das wir uns schließlich entschieden haben. Vor der Arbeitsaufteilung haben wir eine Umfrage in unserem Kurs gemacht. Dabei kam zum Beispiel heraus, dass die Kleidung der meisten Kursteilnehmer aus asiatischen Ländern wie Bangladesch oder Vietnam kommt. Außerdem haben wir festgestellt, dass viele beim Kauf auf Preis, Qualität und die Bequemlichkeit achten. Den meisten war allerdings noch nicht genau klar, was Slow Fashion überhaupt bedeutet. Bei Slow Fashion wird auf eine umweltschonende Produktion, sowie eine hohe Qualität geachtet. Das hat natürlich den Nachteil, dass der Preis steigt. Das Gegenteil zu Slow Fashion ist Fast Fashion, die günstige und schnelle Herstellung von Klamotten. Der Vorteil dabei ist natürlich, dass die Preise für den Käufer relativ gering sind, allerdings leidet die Qualität und die Umwelt darunter. Die billige Kleidung wird oft in Betrieben in Asien hergestellt, wo die Beschäftigten für einen Hungerlohn und unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Auch muss man anmerken, dass bei der Baumwollproduktion eine enorme Menge von Wasser verbraucht wird, nämlich so viel, wie alle Haushalte der Welt jährlich verbrauchen. Zudem erkranken viele Arbeiter bei der Anwendung von Pestiziden erkranken oder ums Leben kommen. Bei Slow Fashion wird dagegen auf eine biologische Baumwollproduktion, sowie einen kurzen Weg geachtet. Wichtig sind auch die ökologischen Folgen der Transportwege. So legt ein Slow-Fashion-T-Shirt circa 2300 km zurück, während ein Fast-Fashion-T-Shirt bis zu 27500 km zurücklegt. Unseren Kurs haben wir in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hat sich mit dem Weg eines Kleidungsstücks von der Baumwollplantage bis zum Verkauf beschäftigt. Die Umfrage-Gruppe hat Interviews mit Schülern und Lehrern gemacht und Umfragen mittels vorbereiteter Zettel in den Klassen durchgeführt. Das Video-Team hat auf Grundlage der Ergebnisse der anderen Gruppen ein Skript gestaltet, Video- und Tonaufnahmen gemacht und am Ende alles zusammengeschnitten. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Zusammenarbeit bei diesem erkenntnisreichen Projekt sehr gut geklappt hat und dass wir ein gutes Endprodukt haben. Natürlich hoffen wir, dass das Video für einen Sieg reicht. Geplant ist, dass das Video am Tag der offenen Tür oder besser Campustag im Dezember vorgespielt wird. Lennard Niqué, Jg. 11