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Frohe Weihnachten!
Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Webseite!   Mit dem Weihnachtsbild des Marienaltars aus unserem Dom möchte ich Sie/euch grüßen und allen Sorgen um die Pandemie zum Trotz ein gesegnetes Weihnachten wünschen. Das Weihnachtsbild aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts ist für mich besonders sprechend.

Es ist ein Kleinod mittelalterlicher Kunst. Aber es hat Schaden genommen: Zwei Beschädigungen durchkreuzen gleichsam das Bild, eine waagerechte geht durch den Stall, eine senkrechte geht geradewegs von oben durch das Christuskind hindurch nach unten. Dieses Weihnachtsbild hat Schrammen und Kratzer abbekommen. Genau in der Mitte, geradewegs durch das Kind hindurch hat der Zahn der Zeit das schöne Bild markiert.
Für mich ist es gerade darum ein sehr passendes Weihnachtsbild für dieses „Corona-Weihnachten“. Dieses Jahr feiern wir Weihnachten mit Schrammen und Kratzern. Dem schönen Fest sind manche Wunden geschlagen. Viele leben in Sorge oder gar Angst, selbst zu erkranken, andere haben liebe Angehörige im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen und können sie nicht oder nur unter enormen Einschränkungen besuchen. Und manche sind voller Trauer, weil sie einen lieben Angehörigen verloren haben und ihn vielleicht nicht mehr in den letzten Stunden begleiten konnten. Das alles prägt dieses Weihnachten 2020. Aber gerade da hinein spricht das verschrammte Bild. Genau in diese Welt ist Christus geboren worden, gerade die Mühseligen und Beladenen ist er gekommen, sie zu erquicken. Christus durchbricht die schöne heile Welt hinter der Glasfassade und kommt mitten hinein in unsere so kaputte Wirklichkeit – und will uns trösten! Es gibt keine Dunkelheit, die er nicht hell machen möchte. Davon redet ein moderneres Weihnachtslied von Kurt Rommel, das für mich im Moment sehr sprechend ist: „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein. Der immer schon uns nahe war, stellt sich als Mensch den Menschen dar. […] Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht endlos sein!“
Mit dieser hoffnungsvollen Botschaft grüße ich Sie von Herzen und wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein behütetes Neues Jahr 2021!
Herzlich, Ihr
Winfried Overbeck