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Eine etwas andere Abschlussfahrt
Eigentlich haben wir uns diese besondere Fahrt ganz anders vorgestellt. Wir wollten uns die Fischerbastei anschauen und ein Bad in den bekannten Thermalbädern nehmen, in den Restaurants Gulasch und andere landestypische Speisen verkosten und die Abende am Donauufer mit Blick auf die Kettenbrücke verbringen - genau, wir wollten nach Budapest.

Doch daraus wurde nichts. Zu groß die Gefahr, dass wir aufgrund bekannter Corona-Problematik die Fahrt nicht antreten können, weil beispielsweise gar keiner nach Ungarn einreisen darf oder nur der Teil der Klasse mitfahren kann, der bereits doppelt geimpft ist. Das Risiko war für uns zu groß und wir entschieden uns, von Budapest auf ein Ziel in Deutschland umzubuchen. Schließlich gibt es auch schöne Ecken in der eigenen Heimat. Zudem ist das Risiko kleiner, dass doch alles abgeblasen wird und wir einen Abschluss ohne Abschlussfahrt haben. Bei unserer Wahl entschieden wir uns für das "Van der Valk Resort" in Linstow. Der Name hört sich sehr niederländisch an, das Resort liegt aber trotzdem an der Mecklenburgischen Seenplatte. Wir haben uns somit auch viele Stunden Anreise mit dem Bus gespart, verglichen mit Budapest.

Apropos Bus: Als wir uns am Montagmorgen am Busbahnhof zur Abfahrt trafen, gab es einen kurzen Schreckensmoment. Unser anscheinend ortsunkundiger Busfahrer hat die Kurve zu eng geschnitten und ein Verkehrsschild mitgenommen, worauf unser Bus einen Teil seiner Heckverkleidung verlor. Doch nach diesen kurzen Moment des Schreckens, konnte jeder den Vorfall mit Humor nehmen und wir sind ja zum Glück auch ohne weitere Zwischenfälle in Linstow angekommen.

Ebenfalls höchst erfreulich war unsere Unterkunft. Im Hauptgeba?ude servierte man uns zur Ankunft ein Begrüßungsgetränk und auch die Ferienhäuser konnten einiges bieten. Diese waren immer für sechs Personen vorgesehen, modern ausgestattet mit Küche, Sitzecke, Fernseher und drei Doppelzimmern, jedes mit eigenem Bad. Es war wohl auch unsere “luxuriöseste” Klassenfahrt, vergleicht man sie zum Beispiel mit der Klassenfahrt von 2018 in die Sächsische Schweiz, bei der wir uns teilweise mit 11 Personen ein Zimmer teilten. Auch die Resortanlage war sehr gut ausgestattet. Eine Bowlingbahn, ein Schwimmbad und Minigolf standen zur Verfügung, über das reichhaltige Frühstücksbuffet konnte man sich ebenfalls nicht beschweren.

Am Dienstagmorgen, gegen zehn Uhr, ging es los zu unserem ersten Programmpunkt. Nach einer gefühlt niemals endenden Fahrt über die mecklenburgischen Landstraßen, kamen wir zur Mittagszeit in Schwerin an. Dort nahmen wir an einer sehr informativen Führung durch den malerischen Schweriner Schlossgarten teil. Der Nachmittag stand für die freie Gestaltung zur Verfügung und sah keinen weiteren Programmpunkt vor. Somit konnte jede Gruppe selbst wählen, ob sie zum Beispiel die weiteren Schlossanlagen, die Altstadt und den Dom besucht, Essen oder in ein Café geht oder den Nachmittag in der Shoppingmall verbringt.

Zur gleichen Zeit und am gleichen Ort ging es auch am darauffolgenden Tag zu einem anderen Ziel - diesmal nach Rostock und Warnemünde. In Rostock angekommen, starteten wir mit einem Wettbewerb. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, zehn bekannte Wahrzeichen der Stadt Rostock abzulaufen und davor ein Selfie mit der ganzen Gruppe zu machen. Für genug Ehrgeiz war gesorgt, schließlich konnte man einen Preis in Form von Schokolade gewinnen. Vorbei kamen wir unter anderem am Rostocker Rathaus, der imposanten Marienkirche, dem Universitätshauptgebäude in der Kröpeliner Straße oder am Rostocker Stadthafen, gelegen am Warnowufer. Nach dieser Selfie-Challenge gab es für jede Gruppe wieder Freizeit, bis wir uns gegen 13 Uhr wieder in den Bus setzten und über die Stadtautobahn nach Warnemünde mit Kurs auf die Ostsee fuhren. Das kleine Städtchen erkundeten wir individuell. Sehenswert waren unter anderem die breite Promenade, der Leuchtturm oder die in die Ostsee ragende Mole. Am Alten Strom konnte man bei mittlerweile etwas regnerischem Wetter ein Backfischbrötchen genießen. Ein wenig vom Ostseeufer entfernt, bot ein Riesenrad einen weiten Ausblick.

Donnerstag hatten wir dann unseren (fast) freien Tag. Damit wir nicht den ganzen Tag vor dem Handy oder dem Fernseher bleiben, gab es eine Pflichtaufgabe. Entweder ging man vormittags mit den beiden Tutoren spazieren oder man muss am Nachmittag mit ihnen Spiele spielen. Vorgabe war, dass sich immer zwei Häuser zusammenschließen, um sich Spiele ausdenken, die man mit Zettel und Papier und mit bis zu vierzehn Mitspielern spielen kann. Die Lehrer hatten auch einige Spiele vorbereitet. Gegen zehn Uhr brachen acht SchülerInnen mit Frau Mix und Herrn Straube zu einem kleinen Spaziergang zum nahe gelegenen Linstower See auf. Das Wetter hielt ganz gut, obwohl es zwischendurch immer mal nieselte. Am See verbrachten wir eine Weile auf dem Spielplatz, spielten Luft-Volleyball und unterhielten uns über verschiedene Themen.

Am Nachmittag zog das Lehrerteam von Haus zu Haus und verbrachte eine bis anderthalb Stunden mit verschiedenen Spielen. Ziel der Lehrer war es, dass sie Zeit mit uns verbringen, wenn wir schon nicht als ganzer Jahrgang etwas gemeinsam tun. Schließlich war es ja immer noch eine Klassenfahrt, sogar die Letzte, die wir machen werden.

Wie jeden Abend endete der Tag mit einer Andacht, die von jeweils einem Haus vorbereitet und dann in dem entsprechenden Garten gehalten wurde.
Am Freitag stand das Aufräumen im Vordergrund. Viele hatten Donnerstagabend schon einen Großteil eingepackt, sodass es Freitag dann weniger zu tun gab. Nach dem Frühstück hatten wir noch Zeit, um die restlichen Sachen einzupacken, zu fegen, den Müll wegzubringen und die Hausübergabe um halb zehn vorzubereiten.

Um zehn Uhr brachen wir dann aus Linstow wieder Richtung Brandenburg auf. Nach der überraschend kurzen Fahrt von zwei Stunden (Am Montag waren es aufgrund der Verkehrslage über vier Stunden gewesen) erreichten wir den Hauptbahnhof Brandenburg.
Insgesamt war es eine überaus gelungene Abschlussfahrt. Wir haben viel erlebt, können viel erzählen und über viel lachen. Ein toller Abschluss der gemeinsamen Schulzeit, die zwar noch nicht zu Ende ist, aber die Restzeit wird viel zu schnell vergehen. Vor dem ganzen Stress, der jetzt auf uns zukommt, war es eine wunderbare Abwechslung und alle haben diese Fahrt sehr genossen.

Mit vielen tollen Bildern und Erinnerungen starten wir nächste Woche dann wieder in den Schulalltag.

Lennard Niqué und Fabienne Schäfer, Jahrgang 12