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Kurzporträt Zhongguang High School in Jiading und Rückblick

Die Zhongguang High School befindet sich in der zu Shanghai gehörenden historischen Stadt Jiading. Die Schule wurde zu Ende des zweiten Weltkriegs, noch während der japanischen Besatzung, im Jahre 1945 gegründet. 2006 zog sie in den heutigen großzügigen Schulcampus um. Dieser umfasst ein großes Verwaltungsgebäude mit großzügiger Eingangshalle, ein hohes Gebäude mit den Klassenräumen, zwei Internatsgebäude (für Mädchen und Jungen), eine riesige Mensa, Fachgebäude für Naturwissenschaften, Tanz und Musik, Töpfern und Keramik (mit Ausstellungshalle), Kunst und Kalligraphie, Teezeremonie, eine Bibliothek und ein riesiges Sportgelände. Aktuell besuchen ca. 600 Schülerinnen und Schüler die Schule in den (fünfzügigen) Jahrgängen Senior 1, Senior 2 und Senior 3. Die Klassenstärke beträgt zwischen 35 und 45 Schülern. Geleitet wird die Schule von Frau Zhang Junfeng, einer Chemie-Lehrerin, die selbst aus Jiading stammt.

Die Schule befindet sich unweit einiger altchinesischer Innenstadtstraßenzüge mit Kanälen, einer Pagode und einem berühmten Konfuzius-Tempel. Das Schulgelände grenzt unmittelbar an den die historische Stadt kreisrund umgebenden Fluss. Mit dem Bus erreicht man in 10 Min. die Endstation der Metrolinie 11, Jiading-Nord. Von dort erreicht man in ca. 50 Minuten die atemberaubende Innenstadt von Shanghai mit dem berühmten Bund am Huangpo und dem Klein-Manhattan Pudong.

Rückblick auf die Schulpartnerschaft mit Zhongguang High School 2017

Ein chinesisches Sprichwort besagt: „Die Natur der Menschen lässt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern.“ Das stimmt nicht unbedingt. Vermutlich hatte der chinesische Philosoph Konfuzius etwas anderes im Sinn, als er von Gebräuchen sprach. Doch versteht man darunter unterschiedliche Arten, Kultur auszuleben, so hat das Kennenlernen der fremden Bräuche uns, also die Schüler unserer Partnerschule in Shanghai-Jiading und die Schüler des Evangelischen Gymnasiums am Dom zu Brandenburg, erst so richtig zusammengeschweißt.

Nachdem wir im vergangenen Oktober bei einer Reise nach Peking und Shanghai die Kultur Chinas erleben durften, besuchten uns vom 8.07.-18.07.2017 15 chinesische Schüler und 4 Lehrkräfte, um für einige Tage in unseren Familien  zu leben und Einblicke in unsere Bräuche zu erhalten: angefangen bei christlichen Traditionen in Form von Andacht und Gottesdient bis hin z.B. zu einem Konzert der Chor- und Bläserklassen, einem guten Brauch des Domgymnasiums.

Freilich reichten knappe zwei Wochen weder für das Vermitteln noch für das Erfahren der unterschiedlichen Kulturen mit all ihren Facetten aus. Da unsere gemeinsame Zeit jedes Jahr begrenzt ist, konzentrieren wir uns – das ist traditionell in unserem Austausch – immer auf ein konkretes Thema und arbeiten gemeinsam an einem Projekt. In diesem Jahr stand der Aspekt „Kulturelle Identität“ im Vordergrund; so haben wir gemeinsam mit unseren chinesischen Gästen Fotografien angefertigt, die unsere gemeinsame Zeit dokumentieren und zugleich verschiedene Aspekte kultureller Identität beschreiben, damit am Ende ein Fotobuch entstehen kann. Um unseren Gästen deutsche Kultur näher zu bringen, besuchten wir mit ihnen z.B. die Alte Nationalgalerie in Berlin, das Museum Barberini sowie das Neue Palais in Potsdam und machten einen Ausflug in den Spreewald samt Kahnfahrt – um nur einige Punkte unseres Programms zu nennen.

Unsere gemeinsame Zeit wurde durch eine Abschiedsparty abgerundet – auch das ist Tradition, seit wir im Jahr 2013 unsere Schulpartnerschaft besiegelten. Im Oktober 2017 reisen wieder Schüler unserer Schule nach China, um weitere Freundschaften zu knüpfen, die eine Distanz von grob 7200 Kilometern bestehen

Von Lukas Ebeling und Martina Teubner

Weiter Berichte zu vergangenen Reisen und Besuche

Besuch in Shanghai 2016

Besuch der chinesischen Partner 2015

Ministerpräsident Woidke zu Besuch bei unserer Partnerschule