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Online-Unterricht Reloaded
Mit der letzten Schulwoche im Jahr 2020 leerten sich die Flure und Räume des Domgymnasiums und es wurde ruhiger. Alle Jahrgänge, ausgenommen die Abschlussjahrgänge, befanden sich von dem Zeitpunkt an wieder im Homeschooling und zu Hause. Der Unterricht wurde wieder über Teams geleitet. Doch was hat sich zum Homeschooling im Frühjahr geändert, was hat sich verbessert und wo gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Mein Wecker klingelt um 7:45 Uhr. Ich stehe auf, fahre den Rechner hoch, gieße mir eine große Tasse Tee auf und setze mich hinter meinen Bildschirm. Um 8 Uhr dann schließlich die erste Telefonkonferenz in Englisch, in der wir uns einer Szene aus Shakespeares "The Taming of the Shrew" widmen, danach ein schneller Wechsel zu Mathe und um 10 Uhr 20 endlich die erste längere Pause. Ein Gefühl der Befreiung, als ich meine Kopfhörer nach ungefähr 140 Minuten zum ersten Mal abnehme und mich den Hausaufgaben in Deutsch widme, bei denen ich ganz analog beginne, ein Buch zu lesen. Nach einer kurzen Zeit geht es dann auch schon weiter mit einer online-Stunde Religion, welche von einer Stunde PB gefolgt ist. Um 12:10 Uhr fahre ich schließlich meinen Rechner herunter und widme mich meinem persönlichen Highlight des Tages – dem Mittagessen. Bis zur nächsten Stunde um 13:30 Uhr kann ich nun erstmal ein wenig Abstand zu Teams nehmen und auf andere Gedanken kommen. Die Zeit geht schnell vorbei und schon sehe ich mich in der nächsten Telefonkonferenz in Deutsch, in der wir die Aufgaben besprechen, die wir zu dieser Stunde erledigen sollten. Um 14:30 Uhr dann die letzte Stunde. Mit einem Klassenkameraden tausche ich mich über die Physikaufgaben zum Induktionsgesetz aus und wir lassen die Woche Revue passieren. Um kurz nach 16 Uhr ist dann Schluss für den Tag.                                                                                                                                                                   So oder so ähnlich sieht bei mir ein typischer Schultag im Homeschooling aus. Wie man unschwer erkennt, besteht ein Großteil des Tages aus Telefon- und Videokonferenzen. Eine entscheidende Änderung zur ersten Homeschooling-Phase im Frühjahr. Jetzt treffen sich die Schüler mit der Lehrkraft in einer Art digitalem Klassenraum. Der Unterricht läuft eigentlich ähnlich wie der richtige Unterricht in der Schule ab. Die Tafel kann durch eine Bildschirmaufteilung oder das Online-Whiteboard ersetzt werden. Wenn man sich melden möchte, kann man online die Hand heben und Gruppenarbeiten sind auch möglich, indem man die Lerngruppe in kleinere Einheiten aufteilt und sie dann in separate Räume sendet. Somit kann man die Gruppenarbeiten, die vorher im realen Schulleben stattfanden, in die Onlinewelt verfrachten. Wir können so die Aufgaben wieder zusammen lösen. Auch ist der Einsatz anderer Medien besser organisierbar. Neben den klassischen Videos und Tonaufnahmen wird zum Beispiel der "Book Creator" verwendet, mit dem gemeinsam an einem ebook (vgl. Bild) gearbeitet werden kann, oder in Mathe „Geogebra“ zur Veranschaulichung von Funktionsgraphen.                                                                                                                                              Wie man unschwer erkennt, bietet Teams einige Vorteile und nützliche Tools, die neue und interessante Unterrichtsformen ermöglicht, aber jede Medaille hat auch immer zwei Seiten. So kann man nicht verschweigen, dass unter dem Homeschooling und damit dem Fernbleiben von der Schule vor allem das soziale Miteinander leidet. Auch der Kontakt zwischen Lehrern und Schülern ist eingeschränkt und weniger persönlich, wenngleich die Situation besser ist als im Frühjahr. Des weiteren kann das teilweise stundenlange Hocken vor dem Bildschirm ziemlich anstrengend und eintönig werden, worunter schlussendlich auch die Motivation leidet.
Ein besonderer Vorteil wurde noch gar nicht erwähnt, der vor allem die betrifft, die nicht aus der Stadt kommen. Man kann sich den Schulweg sparen, ergo, man kann länger schlafen. Das ist doch eine schöne Seite des Homeschoolings! Generell kann man zufrieden sein, dass der Unterricht auch weiterhin über Teams ablaufen kann ohne große organisatorische und technische Probleme.

Lennard Niqué, Jg.11

Schulalltag im Corona-Lockdown

Lennard Niqué aus dem 11. Jahrgang hat einen typischen Schultag im Homeschooling beschrieben.Da wir von Zuhause Unterricht haben und es nicht das Gleiche ist wie in der Schule, würden wir gern erzählen, wie es ist. Wir sind zwei Schüler aus der Klasse 8c und erzählen hier, wie wir zu Hause im Corona-Lockdown lernen.
Anstatt am Morgen zur Schule zu gehen, loggen wir uns um 8:00 Uhr in Teams ein, um am Unterricht teilzunehmen, der dann beginnt. Die Arbeit erfolgt ganz normal mit Buch, Arbeitsheft oder Arbeitsblättern. In manchen Fächern, wie z. B. Chemie, Physik, Biologie oder Sport, empfinden wir den Unterschied zum normalen Lernen im Präsenzunterricht als besonders groß. Wir können selbst keine Experimente in den naturwissenschaftlichen Fächern mehr durchführen und in Sport machen wir fast nur Workouts alleine Zuhause. Manchmal gibt es für einige Mitschüler*innen auch Probleme mit den Internetverbindungen. Das macht es schwer, alles mitzubekommen, was im Unterricht vermittelt wird.

Wir finden, dass das Lernen in der Schule viel einfacher ist. Wir können mehr lernen in der Zeit, die zur Verfügung steht, da die Vorbereitungen für den Online-Unterricht mehr Zeit kostet und es manchmal lange dauert, bis alle in der Konferenz sind. Außerdem lässt man sich Zuhause viel leichter ablenken, wenn man allein vor dem PC oder Laptop sitzt, als beim gemeinsamen Lernen in der Schule.

Allerdings ist der Unterricht im zweiten Lockdown viel besser organisiert als im ersten. Durch die Beibehaltung des normalen Stundenplans haben wir eine viel bessere Strukturierung des Tages. Es hilft auch unglaublich, dass wir uns mit den Fachlehrern im Onlineunterricht austauschen können und der Lernstoff erklärt wird.

Helene Westphal und Marlon Fredrich, 8c

Bläserklassenunterricht in Corono-Zeiten

Wie jeden Donnerstagnachmittag bereiten sich die Schüler*innen der Bläserklasse 9 auf den Instrumentalunterricht unter besonderen Bedingungen vor. Jeder startet Teams und tritt mit dem Instrument im Anschlag dem jeweiligen Register-Unterricht (Querflöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, tiefes Blech, Drumset und Percussion) bei.
Die Lehrer spielen vor, und die Schüler spielen stumm, wie in einer Art Trockenübung, mit. Danach darf jeder alleine vorspielen. Diese Art des Unterrichts funktioniert zwar im Instrumentalunterricht der einzelnen Register ganz gut, scheitert jedoch bei der Tutti-Probe. Eigentlich würde Herr Klatte, unsere Musik- und Tutti-Lehrer, gerne alle zusammenspielen lassen, doch da macht ihm der Online-Unterricht zu Corona-Zeiten einen Strich durch die Rechnung. Deswegen kann jetzt nur noch einer aus jedem Register hintereinander spielen, um trotz der besonderen Bedingungen den anderen Instrumentalgruppen den Klang und die Melodie zu zeigen bzw. hören zu lassen. Es ist besonders, trotzdem denke ich, dass es so funktioniert. Denn keiner rostet ein, das Instrument steht nicht in der Ecke, sondern wird in die Hand genommen. Und man kann am Ende des Tages ein Gefühl für die Melodien und den Klang unseres Blasochesters auch im Lockdown 2 bekommen.

Aron Rohr, 9b