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Täter, Opfer und Widerstandskämpfer im nationalsozialistischen Deutschland 1933-1945
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8.Mai 1945 endete ein Teil deutscher Geschichte – die Zeit des Nationalsozialismus. Diese 12 Jahre werden als die düstersten Jahre deutscher Geschichte bezeichnet. Aber es war nicht nur das Ende des Krieges, sondern stellte auch ein Einschnitt in das Leben vieler Deutscher dar, im positiven und negativen Sinne. Für die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur war es ein positiver Einschnitt – Konzentrationslager wurden befreit, Kritiker und Widerständler mussten nicht mehr um ihr Leben bangen. Für diejenigen, die hohe Position im NS-Staat innehatten und Karriere in diesem machten, war der Untergang des Dritten Reiches wohl ein negativer Einschnitt. Im Geschichtsunterricht haben wir uns mit all diesen "Gruppen" und Personen beschäftigt – Täter, Opfer und Widerstandskämpfer.

In der Sekundarstufe 1 sind die Jahre 1933-1945 bereits behandelt worden und jetzt beschäftigen wir uns erneut damit. Unsere Aufgabe war es nun, eine A3-Zeitungsseite zu einer betroffenen Gruppe, einer Person oder einer Organisation zu erstellen. Wir haben uns nun eine Journalseite pro "Gruppe" ausgesucht, die wir hier veröffentlichen und vorstellen.
Zur obersten Führungsregie des NS-Staates gehörten viele Personen, deren Namen uns noch heutzutage bekannt sind, man erinnere sich nur an die Namen Eichmann, Heydrich, Frank und Speer. Namen, die für Kriegsverbrechen, Größenwahn, Antisemitismus und Verfolgung von Kritikern stehen. Zum letzten Namen, also Speer oder genauer gesagt zu Albert Speer, haben wir ein Beispiel einer Journalseite hochgeladen. Dieser ist vor allem als Adolf Hitlers Architekt bekannt und als Vertreter der Architektur des Nationalsozialismus. Jene Architektur, die verheerende Folgen für die Kulturlandschaft Deutschlands und Europas gehabt hätte und als größenwahnsinnig einzustufen ist. Jeder, der schon einmal vor dem Berliner Olympiastadion, einem Bau der NS-Zeit, gestanden hat oder die Überreste des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg besichtigt hat, wird das nachvollziehen können. Weiterhin ist Albert Speer für die Pläne zur “Welthauptstadt Germania” bekannt, welche eine komplette Neuerrichtung Berlins vorsah und repräsentative Bauten mit enormen Ausmaßen beheimaten sollte. So zum Beispiel die "Große Halle" (Bild), ein Projekt Hitlers und Speers, das einen Durchmesser von 270m umfasst, das 17-fache Volumen des römischen Peterdomes gehabt und somit die größte Kuppel der Welt dargestellt hätte. Neben seinen Architekturplänen, die nicht nur die Planungen für Berlin umfassten, sondern auch Pläne für das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder Hitlers Neue Reichskanzlei, war Speer seit 1942 auch als Rüstungsminister tätig und machte sich damit ebenfalls an den Verbrechen der Nationalsozialisten schuldig. Alleine für den hohen Bedarf an Rüstung griff man auf etliche Zwangsarbeiter zurück, die sich bis zu ihrem Tode gearbeitet haben. Davon habe Speer nichts gewusst. Er sei immer mehr Künstler als brennender Nationalsozialist gewesen, von den Massenhinrichtungen und Todesfällen in den Lagern habe er nichts gewusst, weil er zu viel Arbeit gehabt habe, um von diesen Gräueltaten etwas mitzubekommen. Doch gibt es Beweise und Quellen, die genau das Gegenteil aufzeigen und Speer Lügen strafen. Mehr zu Speers Person und zu seinen widersprüchlichen Aussagen und Ansichten, findet sich in der Journalseite Download Link(hier anklicken) zu ihm.

Die Diktatur forderte viele Opfer, wie die gerade erwähnten Zwangsarbeiter, die auch für die Pläne des Rüstungsministeriums schuften mussten. Diese Zwangsarbeiter setzten sich aus vielen unterschiedlichen Gruppen und Ethnien zusammen. Juden, Homosexuelle, Geistliche, Sinti und Roma, Kritiker, Kommunisten, Zeugen Jehovas usw. Die Aufzählung könnte man noch über mehrere Zeilen fortführen, um alle Gruppen zu nennen, die von den Nationalsozialisten als Staatsfeinde gebrandmarkt wurden und Zwangsarbeit in den Lagern verrichten mussten. Sie waren das Rückgrat der NS-Wirtschaft und der Kriegsproduktion. Ohne sie wäre das ganze System zusammengebrochen. Eine zeitgenössische, sowie eine heutige Ansicht und Erklärung zur Zwangsarbeit findet sich im dazugehörigen Artikel (hier anklicken).
Aber nicht alle Menschen haben einfach nur zugeschaut. Es gab auch verschiedene Personen, Gruppen und Organisationen, die sich dem NS-Regime widersetzt haben. Ganz bekannt sind die , die Gruppe um Sophie und Hans Scholl, die "Edelweißpiraten", die "Bekennende Kirche", Gertrud Piter und Fritz Bauer. Widerstandleisten ging auf ganz unterschiedliche Weise. Es wurden Flugblätter verteilt, geheime Predigtseminare gehalten und Gottesdienste gefeiert, Verfolgte über die Grenzen geschmuggelt, nationalsozialistische Veranstaltungen nicht besucht oder Attentate auf Adolf Hitler verübt. Mit Georg Elser und Claus Schenk Graf von Stauffenberg seien an dieser Stelle die zwei bekanntesten Menschen genannt, die vergebens versucht haben, den Diktator und Tyrannen Hitler zu töten. Beide und viele andere Widerständler haben im Kampf gegen das Regime ihr Leben verloren. Einige von ihnen sind heute als Märtyrer und viele Namen in der heutigen Zeit noch bekannt. Straßen, Plätze, Einrichtungen, Organisationen und Stiftungen tragen noch heute den Namen einiger Widerständler. Gedenkstätten an Geburtshäusern, Gräbern, Wohnhäusern und Sterbeorten erinnern noch immer an die Menschen, die dem NS-Regime zum Opfer gefallen sind. Als Beispiel haben wir die Journalseite Download Link(hier anklicken) zur "Bekennenden Kirche", deren bekanntesten Vertreter die drei Pastoren Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller und Paul Schneider sind.
Die individuelle Arbeit an den A3-Seiten war sehr erkenntnisreich und hat uns Spaß gemacht, obwohl man häufig recht schnell an Grenzen gestoßen ist. Man musste genau schauen, wie lang die Texte und wie groß die Bilder und die Schrift maximal sein dürfen, damit alles draufpasst. Wir haben schnell gemerkt, dass eine A3-Seite nicht so groß ist, wie man vielleicht denkt.
Fabienne Schäfer und Lennard Niqué, Jahrgang 11