Besuch unserer Partnerschule aus Shanghai am Domgymnasium
Ein chinesisches Sprichwort besagt: „Die Natur der Menschen lässt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern.“ Das stimmt nicht unbedingt. Vermutlich hatte der chinesische Philosoph Konfuzius etwas anderes im Sinn, als er von Gebräuchen sprach. Doch versteht man darunter unterschiedliche Arten, Kultur auszuleben, so hat das Kennenlernen der fremden Bräuche uns, also die Schüler unserer Partnerschule in Shanghai-Jiading und die Schüler des Evangelischen Gymnasiums am Dom zu Brandenburg, erst so richtig zusammengeschweißt.

Nachdem wir im vergangenen Oktober bei einer Reise nach Peking und Shanghai die Kultur Chinas erleben durften, besuchten uns vom 8.07.-18.07.2017 15 chinesische Schüler und 4 Lehrkräfte, um für einige Tage in unseren Familien  zu leben und Einblicke in unsere Bräuche zu erhalten: angefangen bei christlichen Traditionen in Form von Andacht und Gottesdient bis hin z.B. zu einem Konzert der Chor- und Bläserklassen, einem guten Brauch des Domgymnasiums.

Freilich reichten knappe zwei Wochen weder für das Vermitteln noch für das Erfahren der unterschiedlichen Kulturen mit all ihren Facetten aus. Da unsere gemeinsame Zeit jedes Jahr begrenzt ist, konzentrieren wir uns – das ist traditionell in unserem Austausch – immer auf ein konkretes Thema und arbeiten gemeinsam an einem Projekt. In diesem Jahr stand der Aspekt „Kulturelle Identität“ im Vordergrund; so haben wir gemeinsam mit unseren chinesischen Gästen Fotografien angefertigt, die unsere gemeinsame Zeit dokumentieren und zugleich verschiedene Aspekte kultureller Identität beschreiben, damit am Ende ein Fotobuch entstehen kann. Um unseren Gästen deutsche Kultur näher zu bringen, besuchten wir mit ihnen z.B. die Alte Nationalgalerie in Berlin, das Museum Barberini sowie das Neue Palais in Potsdam und machten einen Ausflug in den Spreewald samt Kahnfahrt – um nur einige Punkte unseres Programms zu nennen.

Unsere gemeinsame Zeit wurde durch eine Abschiedsparty abgerundet – auch das ist Tradition, seit wir im Jahr 2013 unsere Schulpartnerschaft besiegelten. Im Oktober 2017 reisen wieder Schüler unserer Schule nach China, um weitere Freundschaften zu knüpfen, die eine Distanz von grob 7200 Kilometern bestehen

Von Lukas Ebeling und Martina Teubner