Besuch im Klärwerk
Vor den Osterferien haben sich die achten Klassen mit dem Thema 'Wasser' im offenen Fachunterricht beschäftigt. Neben Experimenten und Stationsarbeit im Chemie- und Biologieunterricht stand ein Besuch im Brandenburger Klärwerk an - mit vielen interessanten Erkenntnissen.

Es ist ein langer Weg, den unser Abwasser hinter sich bringen muss, bis es wieder einigermaßen sauber ist. Das Klärwerk in Brandenburg ist in verschiedene Stationen aufgeteilt:  Zuerst kommt das Abwasser in die Rechenanlage. Eine Maschine fürs Grobe. Dort wird alles heraus gesiebt, das nicht kleiner als 3 mm ist. Wir konnten sogar Gemüse und andere Abfälle erkennen. Dann kommt das immer noch dreckige Wasser in weitere Becken, in denen sich der Schlamm nach und nach absetzt. Das alles läuft fast autonom, nur die regelmäßig entnommenen Wasserproben müssen ins hauseigene Labor gebracht und untersucht werden. Dennoch muss immer ein Angestellter vor Ort sein, damit er alles kontrollieren kann. Dies könnte man zwar mit einem Computer machen, allerdings muss der Mitarbeiter, sobald es Probleme gibt, zum Klärwerk fahren. Das  gereinigte Wasser ist dann ungefähr so sauber wie Wasser aus einer Pfütze. Der Mitarbeiter, der uns alles gezeigt hat, meinte, dass er lieber dieses Wasser als Pfützenwasser trinken würde. Außerdem hat er uns erzählt, dass bald eine neue Station dazukommen werde, die zusätzlich Chemikalien und Medikamentenreste herausfiltern kann. Dann hätte das gesäuberte Wasser fast Trinkwasserqualität. Wohin fließt unser geklärtes Abwasser letztlich? Nachdem es durch die Stationen des Klärwerks geflossen ist, wird es in die Havel geleitet, von dort geht es zur Elbe, welche wiederum in die Nordsee mündet . Auf dem Weg dorthin oder in der Nordsee verdunstet oder versickert es und verwandelt sich so teilweise zu Grundwasser. Es wird durch das Versickern in die Erde nochmals gefiltert und kann irgendwann wieder getrunken werden. Im anderen Fall nach der Verdunstung regnet es sich ab und versickert ebenfalls.

Louis Dommsch, 8b